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FAQ

Häufige Fragen

Kann ich die Teilnahme am Training über meine Krankenversicherung abrechnen?


Momentan ist das leider nicht möglich. Sobald die Option besteht, wird das auf der Webseite hier hinzugefügt.




Lerne ich durch Taijiquan Selbstverteidigung?


Das ist ein kompliziertes Thema. Selbstverteidigung ist ein rechtlicher Begriff, der bewusst sehr offen gehalten wurde. Körperliche Bedrohung oder Konfrontation kann in ganz unterschiedlichen Situationen auftreten und verschiedene Formen annehmen. Wir trainieren keine spezifische Selbstverteidigung (beispielsweise gegen Überfälle, sexuelle Gewalt oder ähnliches). Im Fokus des Taijiquan steht eher ein abstraktes Konzept von körperlicher Auseinandersetzung, das einzelne Übende dann für sich nutzen und übertragen können.




Ist Taijiquan nicht eher Gymnastik für ältere Menschen?


Die am weitesten verbreiteten Übungsformen, die sich meist (nach einer veralteten Transkriptionsweise) Taichi nennen, könnte man als langsame Gymnastik verstehen. Ursprünglich war Taijiquan aber, wie der Name schon sagt - das "quan" im Namen verweist auf den Faustkampf - ein Kampfkunstsystem. Die Entwicklung hin zu vereinfachten Gesundheitsformen kam vermutlich durch das starke Element der Körperarbeit, das schon früh in das Übungssystem Taijiquan integriert wurde. Wie dem auch sei: Wir üben eine Kampfkunst, deren Training durchaus auch anstrengend sein kann. Und im Partnertraining kann es, je nach Zielsetzung der Trainierenden, durchaus auch mal rauher zugehen.




Was ist der Unterschied zwischen Taijiquan und Kungfu?


Die Frage wird oft gestelt, macht genau genommen aber keinen Sinn. Kungfu - nach moderner Transkription eigentlich Gongfu - ist ein Sammelbegriff für chinesische Kampfkünste. Taijiquan ist ein einzelnes Trainingssystem daraus. Eine ähnliche Frage wäre die nach dem Unterschied zwischen einem BMW und einem Auto. Mehr Infos über Gongfu allgemein findet Ihr auch auf dieser Seite, unter dem entsprechenden Reiter in der Navigation.




Ist Taijiquan eine Form von Qigong?


Auch das ist eine schwierige Frage, da der Begriff Qigong sehr weit gefasst ist und ganz unterschiedliche Übungen umfasst. Historisch gesehen wäre die Antwort aber eher nein. Taijiquan war ursprünglich eine Form von quanfa (Faustkampfmethode) oder, wie es heute bezeichnet wird, wushu (Kampfkunst). Unter Qigong wurden einzelne Übungen und Übungssysteme zusammengefasst, die ihren Fokus auf die Rückgewinnung, Erhaltung und Pflege von körperlicher und geistiger Gesundheit legen. Taijiquan kann auch für diesen Zweck trainiert werden, umfasst aber deutlich mehr Inhalte, die durch den Kontext der Kampfkünste geprägt wurden.




Wie sollen langsame Bewegungen denn als Kampfkunst taugen?


Die langsame Ausführung der Bewegungen ist kein Selbstzweck, sondern eine Notwendigkeit im Übungsprozess. Wir üben die erste Form langsam, weil wir eine Vielzahl an Anforderungen an Körperhaltung, Körpermechanik und die Führung unserer Aufmerksamkeit erfüllen wollen. Das kann sogar bei langsamen Bewegungen überfordern. Im späteren Verlauf des Trainings werden Bewegungen auch mit mehr Dynamik und auch Explosivität ausgeführt.




Kann ich durch Taijiquan körperliche Schäden oder Verletzungen auskurieren?


Viele Lehrer werben genau damit. Tatsächlich ist ein solches Versprechen aber etwas heikel. Taijiquan war nie als Methode der körperlichen Rehabilitation gedacht. Natürlich kann das Trainingskonzept, oder zumindest Teile daraus, auch dafür verwendet werden. Je nachdem, welche Vorbelastung da ist, müssen Übende aber sehr vorsichtig sein. Gerade unser traditionelles Taijiquan kann auch körperlich sehr anspruchsvoll werden. Es ist leichter, Taijiquan zur Präventation einzusetzen als zur wirklichen Rehabilitation.




Ist Krafttraining im Taijiquan verboten?


Nein, auch wenn das viele behaupten. Taijiquan versucht durch eine intensive Körperarbeit eine Art körperliche Transformation zu vollziehen. Dazu braucht es auch Krafttraining, aber auf eine bestimmte Art und Weise. Es kommt also stark auf die Art von Krafttraining an. Übungen aus dem Body Building sind hier nicht hilfreich - funktional orientiertes Krafttraining schon. Gerade die Rumpfkraft spielt im Taijiquan eine sehr große Rolle. Hier kann gezieltes Krafttraining sehr gut unterstützen.




Was bedeutet "Innere Kampfkunst"?


In China wird oft zwischen inneren und äußeren Kampfkünsten unterschieden. Die Begriffe sind problematisch, weil sie politisch und ideologisch aufgeladen sind. Die Unterscheidung kam erst im 20. Jahrhundert auf, als mehr und mehr Intellektuelle, Forscher und Buchautoren in die Kampfkunstpraxis involviert wurden. Eine einfache, aber sehr schöne Definition der Idee hinter innerer Kampfkunst ist die folgende: Bei innerer Kampfkunst konzentrieren wir uns auf die Bewegung und Kraftverläufe im Körper, die dann zur Bewegung im Raum führt. Äußere Kampfkunst würde genau andersherum vorgehen.





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