Gruppenleiter Daniel Barth

Meine erste Berührung mit Kampfkunst hatte ich schon als Jugendlicher mit Taekwondo. Dabei sprang der Funke aber noch nicht so ganz über, aber mein Interesse war geweckt. Vor allem die japanischen Disziplinen interessierten mich, weshalb ich nach meinem Umzug in die Stadt München ein wenig Erfahrung mit Karate und Iaido sammeln konnte. Über die Beschäftigung mit Karate rückten wiederum die chinesischen Kampfkunsttraditionen stärker in den Fokus. Auch hier konnte ich verschiedene Dinge ausprobieren, bis ich beim Chen-Stil Taijiquan angelangt war.

Als ich im Rahmen meines Sinologie-Studiums 2005 dann für ein Jahr nach Beijing ging, hatte ich die Gelegenheit, dort von Zhou Jige (dem damals langjährigsten Tudi von Chen Yu) zu lernen. Es war der erste Kontakt mit "echtem" Taijiquan für mich und prägte mein Verständnis von Kampfkunst allgemein sehr stark.

Zurück in München übte ich noch zwei Jahre weiter für mich, schickte das Kampfkunsttraining dann aber für insgesamt fünf Jahre in Winterschlaf. Einer der wichtigsten Gründe war eben, dass niemand sonst diese Art des Chen-Stil Taijiquan trainierte oder gar unterrichtete. Mein Kampfkunsttraining nahm ich dann mit einem zweijährigen Exkurs in den südlichen Stil Choy Lay Fut - ein sehr schönes, dynamisches System - wieder auf. Letztendlich war es aber eben die sehr anspruchsvolle, detailreiche Methode des Gongfu Jia, die mich am meisten begeisterte. So nahm ich das Taijiquan-Training wieder auf, denn in der Zwischenzeit hatten Nabil und Konstantin das CTND geschaffen und boten damit Interessierten einen Anlaufstelle in Deutschland.