Mein Werdegang

Meine erste Berührung mit Kampfkunst hatte ich schon als Jugendlicher mit Taekwondo. Dabei sprang der Funke nicht so ganz über, aber mein Interesse war geweckt. Nach meinem Umzug in die Stadt München galt mein Interesse den japanischen Disziplinen und ich konnte ein wenig Erfahrung mit Karate und Iaido sammeln. Im Nachgang rückten wiederum die chinesischen Traditionen stärker in den Fokus. Auch hier konnte ich verschiedene Dinge ausprobieren, bis ich beim Chen-Stil Taijiquan angelangt war.

 

 Als ich im Rahmen meines Sinologie-Studiums 2005 dann für ein Jahr nach Beijing ging, hatte ich die Gelegenheit, dort von Zhou Jige (dem ersten Tudi von Chen Yu) zu lernen. Es war der erste Kontakt mit "echtem" Taijiquan für mich und prägte mein Verständnis von Kampfkunst allgemein sehr stark.

 

Zurück in München übte ich noch zwei Jahre weiter für mich, schickte das Kampfkunsttraining dann aber für insgesamt fünf Jahre in Winterschlaf. Einer der wichtigsten Gründe war eben, dass niemand sonst diese Art des Chen-Stil Taijiquan trainierte oder gar unterrichtete. Mein Kampfkunsttraining nahm ich dann mit einem zweijährigen Exkurs in den südlichen Stil Choy Lay Fut - ein sehr schönes, dynamisches System - wieder auf. Letztendlich war es aber eben die sehr anspruchsvolle, detailreiche Methode des Gongfu Jia, die mich am meisten begeisterte. So führte mich mein Weg wieder zum Taijiquan-Training, denn in der Zwischenzeit hatten Nabil und Konstantin das CTND geschaffen und boten damit Interessierten des Gongfu Jia eine Anlaufstelle in Deutschland.